Weitere Bilder, mit Schwerpunkt auf byzantinischer Kunst
Die byzantinische Kunst ist die Kunst des byzantinischen Reichs, das vom 4. Jahrhundert bis ins 15. Jahrhundert bestand. Sie beinhaltet aber auch das Kunstschaffen in den von der byzantinischen Kunst geprägten Nachbarländern. Sie überdauerte den Fall von Konstantinopel und beeinflusste die Kirchenarchitektur in Deutschland, sowie die Tafelmalerei des Hoch- und Spätmittelalters in Italien, wie auch die Marienmalerei der Spätgotik und Frührenaissance Nordwesteuropas.
Sie ist bekannt für ihre Werke sakraler Architektur und Goldschmiede-Kunst, sowie der Miniatur-, Buch-, Mosaik- und Ikonenmalerei.
In der byzantinischen Kunst spielt die Malerei, als Fresko oder als Tafelbild, eine herausragende Rolle und die Ikone stellt das Wahrzeichen der Byzantinischen Kunst dar.
Dabei wurde die bildliche Darstellungen an die theologische Vermittlung des Christentums an die Gläubigen gebunden.
Die Bilderverehrung im Christentum ist dabei beinahe so alt wie die Religion selbst. Die ersten Äußerungen zum Bild gab es im 4. Jahrhundert, als das Christentum zur Staatsreligion des römischen Weltreiches emporstieg. Im 6. Jahrhundert begann die Zeit der Bilderverehrung im Christentum.
Zunächst war die Idealvorstellung der ikonographisch ausgebildeten Gestalt im religiösen Bereich das wahre Antlitz Christi, der „Vera Ikon“, auf dem „Schweißtuch der Veronika“, das als Symbol der Wahrheit des Urbildes geschaffen wurde. Die Vera Ikon bezeichnet man so, da sie der Überlieferung nach nicht von Menschen geschaffen, sondern von Gott geschenkt worden sein soll. Diese Urbilder absoluter Schönheit beeinflussten, als Idealformen des Porträts, die künstlerische Welt.
Die Kultgeschichte der Ikone beginnt damit mit diesen Wunderbildern, die zu überirdischen Gunstbezeugungen befähigt scheinen. So war es im frühen Christentum erwünscht, dass die Bilder sich erklärten, indem sie Wunder vollbrachten. Zugleich öffnet sich ein Spielraum für eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Konzept des nicht von Menschenhand geschaffenen Bildes.
Fazit: in der byzantinischen Kunst steht nicht der künstlerische Ausdruck, sondern die symbolische Vermittlung christlicher Themen im Mittelpunkt.