Inhaltsverzeichnis dieser Seite
- Das Projekt
- That's all Vernissage
- Gruppenbild mit Damen
- Die Band
- "Juanlobo" Wolfgang Graf als Gast
- Juanlobo träumt mit Abdulla Ibrahim
- Kurzer Abriss über die Jazz-Stile und die Jazzgeschichte
- Der Bassist
- Saitenansicht
- Subway Jazz
- Abdulla Ibrahims Traumreisen
- Das Mainstream-Konzert
- Pianist aus dem Tryptichon "Das Mainstream-Konzert"
- Bassist aus dem Tryptichon "Das Mainstream-Konzert"
- Der Schlagzeuger aus dem Tryptichon "Das Mainstream-Konzert"
Das Projekt
Das Projekt entstand bei einer Unterhaltung zwischen Hans Freihammer und mir anlässlich einer Vernissage in Regensburg, bei der wir Gäste waren. Wir entdeckten unsere gemeinsame Begeisterung für Jazz und beschlossen, Bilder zu diesem Thema zu malen und zu veröffentlichen. Gedacht war an abstrakte Bilder zu Jazzrichtungen, Bilder zu Instrumenten und vor allem Bilder zu einzelnen Jazz-Größen.
Die Vernissage fand am 22.6.07 in der C&C Galerie in Regensburg statt. Diese Seite ist ein Bericht über dieses Projekt.
Gruppenbild mit Damen

Von links nach rechts: Frau Freihammer, Peter Burkes, Ingeborg Löffler und Hans Freihammer.
Die Band
Jazz á la Django Reinhardt und Stephan Grappelli

Für das Projekt hat Hans Freihammer eine Gruppe organisiert, die sich als Juwel herausstellte und mit ihrer zigeunerjazzartigen Musik die Leute begeisterte, und zwar auch die "härteren" Jazzfans, die sonst auf modernen Jazz stehen.
"Juanlobo" Wolfgang Graf als Gast
Der Regensburger Künstler Wolfgang Graf (auch als "Juanlobo" bekannt, vgl. www.juanlobo.de) gab sich ebenfalls die Ehre. Hier zusammen mit seiner Ehefrau Vera Graf:

Juanlobo träumt mit Abdulla Ibrahim

Hat sich der Regensburger Künstler Wolfgang Graf (juanlobo) in das Bild "Abdulla's Träume" verguckt? Da war er allerdings nicht der einzige.
Kurzer Abriss über die Jazz-Stile und die Jazzgeschichte
Sehr wichtig war uns, den Gästen den theoretischen Hintergrund zu den Bildern zu liefern. Dazu diente ein kurzer Abriss über die einzelnen Jazzepochen und Stile. Der Vortrag kam sehr gut an, da sehr viele Jazzbegeisterte zwar gerne die Musik hören, ihnen aber eben dieser Hintergrund fehlt. Es kamen Anregungen, hierzu etwas zu schreiben. Die Zeit dazu verblieb mir bisher nicht, ich drucke deshalb nur die Gliederung des Vortrags ab.
Gliederung zu einem Kurzvortrag auf der Finissage zu "All that's Jazz"
Gröbste Unterscheidung:
- Klassischer Jazz (20er, 30er Jahre) : New Orleans Jazz, Swing))
- Moderner Jazz (ab 1940): Bebop, Cool Jazz, Free Jazz, Fusion, Mainstream)
Klassischer Jazz
a) 20er Jahre:
- New Orleans Jazz
- Chikago Jazz
Two-Beat-Jazz (Marschrythmus) , meist tanzbare Unterhaltungsmusik,
hatte damals eine Funktion so etwas wie heute die Pop-Musik
- Louis Armstrong
- Bessi Smith (Verbindung Jazz mit Blues)
- Swing
Big Band-Entwicklung gleichzeitig Solo-Entwicklung innerhalb der Bandmusik
- Benny Goodman (insb. Klarinette)
- Solisten: Louis Armstrong, Gene Krupa,
Moderner Jazz
a) 40er Jahre
- Bebop
Revolution als Gegenbewegung zum kommerzionalisierten Swing
Name entstand lautmalerisch durch Mitsingen der typischen Melodiesprünge
abwärt springenden verminderte Quinte – früher allenfalls als Durchgangsakkord benutzt
nervöse Phrasen und melodische Fetzen (für damalige Verhältnisse)
Schema: parallel zu manchen klassichen Werken, z.B. Beethovens Finale (Ode an die Freude)
Gemeinsamer Beginn – Variationen(Improvisationen) – Gemeinsamer Schluss
- Charlie Parker
- John Coltrane
b) 50er Jahre
- Cool Jazz
- Funk und Soul (Seitenlinien, entstanden aus Blues und Gospel)
Merkmale des Cool Jazz
ausgeglichen, kühl
melancholisch
leicht "schräg"
Bekanntester Künstler des Cool Jazz
Miles Davis (Trompete, Erfinder des Cool Jazz)
bekannte Werke:
Kind of Blue (legendär und mein absoluter Tipp!),
Porgy and Bess (Vertonung der Gershwin-Oper)
Sketches of Spain (klassische andalusische Musik, Flamenco, u.a. Interpretation des Concierto De Aranjuez von Joaquin Rodrigo; sehr zugängliche Musik für noch nicht so jazzgewohnte Ohren
d) 60er Jahre
- Free Jazz
Merkmale
Befreiungsprozess von den letzten Regeln bezgl. Rhythmen und Harmonien
(ähnlich dem Dadaismus in der Kunst)
anfangs Willkür, Chaos, später tonal, aber ohne Zwänge
vergleiche experimentelle Konzertmusik, 1957 ff
Im Laufe der Zeite wieder harmonischer, aber völlig frei von Zwängen
Im Laufe der Zeit mehr und mehr Einbeziehung der Weltmusik
e) 70er Jahre
- Fusion
Merkmale
auch Jazz-Rock oder elektronische Musik genannt
elektroakustisch verstärkte und rein elektr. Gräte (Keyboards, Synthesizer)
neu hinzukommendes Band-Mitglied: der Studio-Aufnahmetechniker (Toningenieur)
Wieder war es Miles Davis, der die Fusion fast schlagartig
mit der legeändern Platte "Bitches Brew" einleitete; dabei spielte die Creme de la Creme der damaligen Jazzkünstler mit
Bekannte Künstler
- Miles Davis ("Erfinder")
- Weather Report
f) ab 80er Jahre
Stilrichtung
- Mainstream
- Worldmusik
- Hip Hop
Merkmale:
Vielfalt, stilistische Grenzen aufgelöst, Vermischung und Neues,
eigener Name: Mainstream
zunehmendes Auftreten von reinen Solisten (ohne Begleitinstrumente)
Bekannte Künstler
- Keith Jarret (Piano)
- Oscar Peterson
- John MacLaughlin (Gitarre)
Der Bassist
Warm leuchten die Farben des Kontrabasses

Der Kontrabass löste die Tuba aus den ganz alten Jazzensembles ab, brachte mehr Rythmusgeber-Funktion mit, konnte aber als Bassinstrument nicht so viel Weichheit und Wärme abgeben. Sehr merkwürdig und für alle Jazzmusiker eine Überraschung war die Entdeckung, dass der später oft verwendete Elektrobassgitarre, richtig gezupft, genau dieses Manko ausglich, und einen sanfteren Klang ergab, als der Kontrabass. Dazu mussten die Musiker allerdings alles über den Haufen werfen, was ihnen die Musiklehrer eingetrichtert hatten, vor allem die Vorschrift, ein Plektrum zu benutzen. Zu deren Entsetzen begannen die Musiker die Saiten zu zupfen, und je nach Zupftechnik konnten sie weiche Töne oder sehr harte Percussion erreichen (vgl. "Funk", der eben auf diesem harten E-Bass basiert).
Saitenansicht
Acryl, 80 auf 60.
Subway Jazz

Das Tryptichon hat auf weißer Wand leider einen anderen Effekt. Aber war trotzdem Liebling aller, was mich überraschte. Für mich war es von dem ersten Entwurf an genau das Bild, das mich am meisten faszinierte., vor allem wegen des leuchtenden Hintergrundes.
Abdulla Ibrahims Traumreisen
Bei den Arbeiten an diesem Bild hörte ich im Hintergrund die wunderbar-träumerischen Klänge aus dem Lieblingsalbum "Good News from Africa". Da konnte nichts anderes heraus kommen.

"Abdullas Traumreisen", Acryl auf Leinwand, 120 x 100
Das Mainstream-Konzert
Die Dreierkombination ist nicht auf eine bestimmte Gruppe bezogen, sondern typisch und daher stilisiert dargestellt. Die Hell-Dunkel-Effekte sind im Bild selbs integriert und ergeben sich nicht etwa durch die Ausleuchtung der Bilder beim Fotoshooting.

Tryptichon - jeweils 80 auf 60 cm, Acryl.


